Thema: Senden

Deutsches Alexithymie Forum > Rund um das Forum

Senden
30.05.2013 von carla

Hallo,

wenn ich eine Nachricht schicke (auf "Senden" klicke, passiert einfach nichts. Ich bin der Meinung, dass die Nachricht auch nicht beim Empfänger ankommt.)
Wenn ich einen Thread eröffne, passiert beim "Senden"-klicken auch nichts, d.h. das neu geöffnete Fenster schließt sich nicht (aber der Thread ist erstellt.) -> könnte man das nicht ändern? Oder ist das nur ein Problem bei mir? Kommt mir immer so unvollständig vor, wenn ich auf Senden klicke und das Fenster offen bleibt.

LG Carla

Forum
30.05.2013 von Admin

Hallo carla,

werde ich mal sehen ob ich da etwas finde aber bis jetzt ist mir nichts aufgefallen.

Gruß
Admin

Wie gehe ich als normal emotionaler Mensch mit einem Alexi um, der alles so hinnimmt?
19.08.2013 von Angela

Liebe Evelyn, liebe Wanda, lieber Anonym,
ich habe voller Interesse Eure Korrespondenz gelesen und fand sehr viel darin wieder, was auf meinen Partner zutrifft.
Wir sind jetzt seit 12 Jahren zusammen, in den ersten 2 Jahren empfand ich alles als recht normal, abgesehen von seinem für mich extremen Ordnungswahn und Aufräumwahn.
Aber dann distanzierte er sich immer mehr und inzwischen kommt er mir manchmal wie ein Fremder vor.
Ist das bei Euch auch so?
Gruß Angela

Antwort auf vorherigen Beitrag
22.08.2013 von Anonym

Hallo,

eine massive Verhaltensänderung, die über normale Änderungen durch mehr Lebenserfahrung etc. hinaus geht, ist mir nicht bewusst. Ich würde da Alexithymie in Frage stellen, weil Alexithyme Änderungen eher scheuen. Es kann natürlich dennoch Gründe geben.

Ich kann schon nicht verstehen, wie man 12 Jahre mit jemandem zusammen sein kann und dieser fremder ist als anfangs bzw. zwischendurch. Passt irgendwie nicht in mein Verständnis von kennen und fremd sein.

Grüße

Wie gehe ich als normaler emotionaler Mensch ....
06.11.2013 von cecil

Hallo,

Ich bin hier vollkommen neu in der Gruppe, weiss daher noch nicht so genau, ob die technische Verbindung auch tatsächich funktioniert. Deshalb, nur kurz:
Ich bin seit 34 mit einem "Alexi" verheiratet. Es ist meine 2. Ehe, also, kam ich bereits aus einem "Schiffsbruch" und hatte nicht a priori vor, einen zweiten zu erleben. :)
Wir haben 6 Prachtskinder, zwischen 33 und 23, der letzte studiert noch Medizin. Wir haben alle SIEBEN gelernt, mit unserem "Alexi" zu leben. Wir sind eine "normale" Familie, nehme ich an: keiner mit niemandem zerkracht, bisher sind sämtliche Beziehungen für alle 8 Beteiligten klar und durchsichtig. Was die Kinder anbelangt: ich bin mir nicht sicher, welche coping Strategien sie angewendet haben und noch anwenden. Ich müsste sie wohl mal einzelnd fragen. Was mich anbelangt: zuerst war mir garnicht klar, was "eigentlich los ist?". Dann kämpfte ich eine Weile lang damit herum, ein wenig depressiv werden zu wollen, beschloss aber dann, aus eigener Initiative, dass dieses ein Blödsinn ist. Schliesslich kann ein "Alexi" nichts dafür, dass seine Persönlichkeit so geformt ist, er oder sie haben sich das nicht ausgedacht oder auserwählt, so zu sein.
Der nächste Schritt waren zwei Einstellungsänderungen:
a) Das Geheimnis des Glücklichseins "diszipliniert" (sprich täglich) zu praktizieren , und b) mein ganz persönliches Leben 100% in die eigene Hand zu nehmen, ohne allzu "rücksichtsvoll" mit meinem Alexi zu sein. Das ist mir zu Anfang ziemlich schwer gefallen, ich musste mich verschiedentlich überwinden, mit dem Gefühl zu leben, "unhöflich" zu sein. Z. B., meinen Mann nicht zu irgendwelchen sozialen events zu begleiten.
a) bezieht sich auf DANKBARKEIT. Ich habe jeden Tag überlegt, und überlege jeden Tag immer noch, WOFÜR ich alles dankbar sein kann. Das fängt mit so kleinen Dingen an, wie dass ich alles auf dem Frühstückstisch vorfinde, was mir Spass macht zu essen und garkeinen Mangel an nichts erleide: wie gut geht es uns!
b) bezieht sich darauf, dass ich mir überlegt habe, was ich, über das Kümmern um die Familie, noch gerne mit meinem Leben anstellen würde. Quintessen: ich bin zurück in die Uni, habe studiert, mich fertig ausgebildet, in den Fächern gearbeitet, die mir Spass machen und dann noch obendrein einen Master in Erziehung gemacht. Das alles hat mich so DERMASSEN beschäftigt, dass in den Augenblicken, in denen ich an der Alexithymie meines Mannes verzweifeln wollte, ich es schaffte, meine Tendenz zum Lamentieren abzublocken und mir zu sagen, dass ich meine "Energien" für Studium und "Arbeit" sparen sollte, nicht für Umstände, die nicht zu ändern sind.
Wir waren beide vor vielen Jahren bei einem Psychiater, um der Sache auf den Grund zu gehen, und das Ergebnis war die Diagnose meines Mannes Alexithymia. Er riet mir: Du hast keine Alternative: entweder ihr lasst euch scheiden, weil er unter seiner Persönlichkeit NICHT

Wie gehe ich als normaler emotionaler Mensch ....
06.11.2013 von cecil

Ups! Entschuldigung! Habe offensichtlich auf den verkehrten Knopf gedrückt.

Also, der Psychiater riet mir/uns, (obwohl er versicherte, erstere Alternative gehöre nicht zu seinem "Job") entweder die Ehe aufzugeben, oder ich solle selber zu lernen, mit dieser Kondition meines Mannes zu leben.
Ich habe unsere Prachtskinder vor Augen gehabt und beschloss, das schaffe ich!

Mein Mann hat phantastische Qualitäten: er ist ehrlich, 100% korrekt, trinkt nicht, raucht nicht, versucht, seine Zuneigung zu mir im Bett auf seine Art zu demonstrieren, - so dann und wann bringt er mir immer noch Rosen, ohne irgend einen spezyfischen Zusammenhang, (eventuell meint er, es sei "angebracht"? :)) ), er hat sich immer um unsere 6 Kinder gekümmert, ist wahnsinnig höflich zu mir, hilft im Haushalt mit (inzwischen freiwillig) und ich merke immer wieder, oder immer wieder NOCH, dass er sich rational anstrengt, sich auf mich "einzustellen", - was, wir alle "Mitbetroffenen" wissen, er manchmal etwas ungeschickt artikuliert, - er ist tolerant, zurückhalten, "fährt nie aus der Haut", kultiviert, liest enorm viel, klbt nicht am Fernseher, etc. etc.
Ich glaube, dass die Menschen, die Hilfe brauchen, eher die Partner sind, nicht die Alexis. Die Alexis, so meine Überlegung, sind wie Farbenblinde: sie wissen wohl, dass ihnen "etwas fehlt", aber sie wissen nicht genau, was es ist. Sie haben es NIE gehabt. Wie könnten wir "Normale" dann von ihnen erwarten, dass sie sich in ihrer Art verändern? Ich denke, dass ist ein bisschen unfair.
Mit gutem Willen lässt es sich sehr gut mit ihnen auskommen!

Grüsse,

Antwort auf vorherigen Beitrag
09.11.2013 von Anonym

Danke.

Die Alexis, so meine Überlegung, sind wie Farbenblinde: sie wissen wohl, dass ihnen "etwas fehlt", aber sie wissen nicht genau, was es ist.

Alexithyme wissen wohl, dass sie "anders sind", trifft es IMHO eher.

Grüße


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