Thema: Beziehung mit einem Gefühlsblinden

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Beziehung mit einem Gefühlsblinden
01.03.2012 von anonym2

Beziehung mit einem Gefühlsblinden
01.03.2012 von anonym2

Mit jemanden zusammen gewesen zu sein der Gefühlsblind ist, war für mich eine sehr schmerzhafte Erfahrung und ließ mich am Ende in Ohmacht zurück.
Es ist als wäre die Person die man geliebt hat gestorben oder gar nicht erst existent gewesen.
Man ist Hinterbliebener, Trauernder und weiß das der Andere nicht in der Lage ist um einen zu weinen, dass er nicht mal bemerkt das man nicht mehr da ist.
In dem Zusammensein merkt man, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass das gegenüber nicht reagiert auf Krisen, auf Trauer auf Freude und man sucht die Schuld bei sich, fühlt sich ungeliebt und gedemütigt.
Der Mensch den ich kennengelernt habe, war auf den ersten Blick wunderbar, sozial mit einem Haufen Freunden, Wünschen und Fähigkeiten. Je näher wir uns kamen, desto mehr spürte ich dass etwas nicht stimmt mit ihm, dass er freundliche Dinge machte, weil man sie eben machte- nicht weil er sie gerne oder gar aus Zuneigung machte.
Dass er einschlief, wenn es mir schlecht ging, dass er nichts in seinem Leben schaffte, was stolz machen könnte außer wahrlos Kontakte zu pflegen mit irgendwelchen Menschen, die ihn nicht mal kannten- und grade darum.
Wenn Emotionen gefragt waren lief er weg, ignorierte sie, konnte nicht drauf eingehen. Anstelle von Gefühlen setzte er faktische Vorgänge.
Jede meiner hilflosen Lösungsstrategien interpretierte er als Wut.
Als sein Opa starb hielt die angebliche Trauer eine halbe Stunde als seine Mutter an Krebs erkrankte reagierte er gar nicht.
Seine Ignoranz schädigte mich, sein ambivalentes Verhalten machte mich zornig, Worte erreichten ihn nicht.
Er hing exzessiv vor dem Internet, blieb lange weg, gab mir die Schuld dafür.
Ich lief gegen Windmühlen, versuchte ihn zu erreichen in jeder Art die mir möglich war ohne Erfolg.
Manchmal kam er mir vor wie eine leere Hülle.
Er wiederholte Worte die er in irgendeinem Film gesehen hatte, die schön , die aber nicht seine waren. Für die Liebe hatte er keine eigene Worte, für die Freude auch nicht.
Als Partner fühlt man sich wie ein Spielzeug, dass zwischendurch herausgenommen und in Sicherheit gewiegt wird, aber auch nur wenn man es grade braucht. Man ist austauschbar zu jeder Zeit und durch jeden x- beliebigen grade dann wenn es um Zwischenmenschlichkeiten geht.
Erst nachdem wir jetzt auseinander sind kontaktierten mich seine Eltern und erzählte mir davon , dass bei ihrem Sohn Gefühlsblindheit "diagnostiziert" wurde.
Für mich ist es einfach schwierig im Nachhinein zu begreifen, was da eigentlich passiert ist, denn ich habe diesen Mann sehr geliebt und tue es auch immer noch. Ich versuche ihn mir im Moment vom Leib zu halten, weil ich weiß, dass jeder Kontakt für mich schmerzhaft ist und für ihn nicht.
Ich würde mich freuen mit Menschen Kontakt zu finden die ähnliches erlebt haben und diese Krise bewältigt haben.

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
01.03.2012 von ungemach01

Guten tag,

ich habe mich beim lesen deiner nachricht fast wie "zuhause" gefühlt.Mein freund ist auch alexithym, aber ich bin erst durch einen psychologen draufgekommen,obwohl ich immer gemerkt habe,das da was nicht stimmt.Nun hat er - wie i ch vermute- eine" aussenbeziehung", das macht die situation schwerer, obwohl die ab ihn überhaupt nicht kennt.das zu meiner situation.

mit alexys kann man keine gefühle teilen, sie "funktionieren" -und so meine erfahrung -trainieren sich reaktionen an ,die beim anderen geschlecht, und auch sonst ,gut ankommen.. darum sind sie im ersten augenblick auch "frauenversteher " und werden angenomen. Emotinal ist aber nichts dahinter, das geben sie nicht zu, weil sie es nicht können.Du kannst das nicht aufbrechen . Schwer mit solchen menschen zu leben, aber machbar, weil sie verlässlich und auf ihre art auch "aufrichtig und treu"
sind.Sie regeln und machen und tun... aber sind selbst nicht "dabei", so würde ich das laiemhaft umschreiben.

lg ungemach01

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
01.03.2012 von kerem

Guten Abend ungemach01,

Ich bin mir sicher, dass es nicht einfach ist mit einem Alexi zusammen zu sein, da dieser nicht auf Gefühle reagiert wie man es sich sonst gewohnt ist vom Umfeld. Vor allem schmerzlich wird es dann, wenn man sich öffnet und damit auch grosses Vertrauen beweist. Da kann die kalte, "funktionierende" Wand, die von einem Alexi ausgeht, sehr enttäuschend und verletzend sein.

Allerdings würde ich nicht von Alexis im Allgemeinen sprechen, da die Ausprägung nicht bei jedem Menschen gleich stark ist. Jeder Mensch hat ja so seine Ecken und Kanten und so geht jeder auch damit auf seine eigene Weise um - auf bewusstem wie auch unbewusstem Wege.
Man muss sich auch einmal vorstellen, wie sich "Fühlende" häufig in Situationen verhalten, mit denen sie nicht umgehen können. Gewisse Parallelen sind schon vorhanden, meiner Erfahrung nach. So allgemein ist es aber nicht zu sagen wie ich finde - für beide Seiten.

Ich würde auch nicht sagen, dass emotional "nichts" dahinter sei. Es ist ja schon was da, nur schaffen diese Menschen es nicht (wenn sie es überhaupt versuchen), sie in für "Fühlende" verständliche (geschweige denn nach-fühl-bare) Worte zu verpacken. Sie haben auch Mühe, es mittels Körpersprache mitzuteilen. Aber sie reagieren auch schon emotional, man muss halt nur genau hinsehen. Sofern man es überhaupt will und noch kann.

lG,
kerem

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
02.03.2012 von anonym2

[quote="ungemach01":j81w4c01]Guten tag,

ich habe mich beim lesen deiner nachricht fast wie "zuhause" gefühlt.Mein freund ist auch alexithym, aber ich bin erst durch einen psychologen draufgekommen,obwohl ich immer gemerkt habe,das da was nicht stimmt.Nun hat er - wie i ch vermute- eine" aussenbeziehung", das macht die situation schwerer, obwohl die ab ihn überhaupt nicht kennt.das zu meiner situation.

mit alexys kann man keine gefühle teilen, sie "funktionieren" -und so meine erfahrung -trainieren sich reaktionen an ,die beim anderen geschlecht, und auch sonst ,gut ankommen.. darum sind sie im ersten augenblick auch "frauenversteher " und werden angenomen. Emotinal ist aber nichts dahinter, das geben sie nicht zu, weil sie es nicht können.Du kannst das nicht aufbrechen . Schwer mit solchen menschen zu leben, aber machbar, weil sie verlässlich und auf ihre art auch "aufrichtig und treu"
sind.Sie regeln und machen und tun... aber sind selbst nicht "dabei", so würde ich das laiemhaft umschreiben.

lg ungemach01[/quote:j81w4c01]


Hallo Ungemach 01,
lieben Dank für deine Antwort. Das Schwierige ist einfach zu verstehen was mein Ex überhaupt mit bestimmten "Handlungen" bezweckt, wenn man es mal so nennen darf.
Immer wieder nimmt er zu mir Kontakt nach unserer Trennung auf findet aber im Kontakt für mich sehr unverständliche Worte, die einfach auch nicht angemessen sind. Er hat immer sehr lange gebraucht um überhaupt auf etwas Emotionales zu reagieren und ich weiß genau würde ich etwas von ihm verlangen, würde er Wochen brauchen um überhaupt sich dazu zu äußern.
Das schwierige für mich ist zu verstehen, ob er auch in der Beziehung überhaupt mich gemeint hat oder ob es ihm nur um Kontaktpflege geht- um tiefgreifende Gefühl ja wohl eher nicht oder?
LG anonym 2

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
04.03.2012 von Anonym

Hallo,

[quote:1pbdv18k]Das schwierige für mich ist zu verstehen, ob er auch in der Beziehung überhaupt mich gemeint hat oder ob es ihm nur um Kontaktpflege geht[/quote:1pbdv18k]
bis du das Gegenteil berichtest, gehe ich davon aus, dass ihr in eurer Beziehung ein paar Dinge gemacht habt, die er mit seinen ganzen anderen Kontakten nicht gemacht hat. Das ist für mich ein klarer Hinweis, dass es ihm nicht um reine Kontaktpflege ging. Falls du unter Kontaktpflege die Befriedigung sexueller Wünsche verstehst, könnte das natürlich ein Gesichtspunkt sein. Blöd ausgedrückt, aber mir fällt auf die Schnelle keine andere Formulierung ein.

[quote:1pbdv18k]um tiefgreifende Gefühl ja wohl eher nicht oder?[/quote:1pbdv18k]
Was verstehst du unter tief greifenden Gefühle?

So etwas Undefinierbares, wie es uns z.B. in Hollywoodfilmen als wahre Liebe andeutungsweise vorgespielt wird, wird er nicht kennen bzw. verstehen. Zumindest wird es ihm nicht bewusst sein bzw. wird er es nicht formulieren können.

Nicht leichter wird die Lage dadurch, dass er aus der Realität wissen wird, dass tief greifende Gefühle von Frauen sich seltsamerweise vor allem auf gesellschaftlich höher stehende und wohlhabendere Männer beziehen, während sich tief greifende Gefühle von Männern sich seltsamerweise bevorzugt auf hübsche Frauen beziehen. Und er wird den Eindruck aus der Realität haben, dass Paare um so schneller getrennt sind, je deutlicher sie bis zur Trennung ihre tief greifenden Gefühle ihren Mitmenschen gezeigt haben. Alleine deshalb wird er sich schwer tun, über tief greifende Gefühle zu sprechen.

Wenn tief greifende Gefühle etwas damit zu tun haben, im anderen etwas Besonderes zu sehen und nach seinem Vermögen entsprechend zu handeln, dann kann er so durchaus sein. Das lässt sich aus deiner Beschreibung nicht erkennen.

Grüße

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
12.03.2012 von Elana

Hallo

Ich würde auch sagen, dass jemand mit alexithymen Eigenschaften eher dazu neigt, sich nur auf irgendwie "lohnende" Kontakte einzulassen, die ihm irgendwo etwas geben, vielleicht auch Geborgenheit, Verständnis, logische Bezugsperson etc. Insgesamt würde ich außerdem davon ausgehen, dass evtl. das ganz Andere oder das gleichartig Geordnete anziehen kann, je nachdem, was einem Alexithymiker fehlt.

Außerdem ist Alexithymie ja nichts, das sich nicht verändern kann und eine starre Variable wäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Beziehung da auch therapeutisch positiv wirken kann, wenn der Alexithymiker keinen Grund hat, sich innerlich zurückzuziehen und zu "mauern".

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
24.05.2012 von haripriyadev

@anonym2
Ich kann Dich bestens verstehen.
Mein Partner und ich sind seit fast 8 Jahren zusammen. Er ist Alexi. Ja, ich kann vieles, was hier geschrieben wurde bestens nachvollziehen. Ich berate und coache seit einiger Zeit Angehörige und Partner von alexithymen Menschen. Ich bin psy. Beraterin/ personal Coach und mache die Vorbereitung zur Heilpraktikerin in Psychotherapie.
Die bisherigen fast 8 Jahre waren echt kein Zuckerschlecken und wird es wohl auch nie.
Ja, Schuldgefühle und das Gefühl ungeliebt, ja vielleicht sogar unerwünscht in seinem Leben zu sein, lässt oft alle Kraft schwinden und man selbst fühlt sich leer. Man versucht alles möglich um alles erträglicher zu machen. Es ist dann so, als würde man nackt mit voller Geschwindigkeit gegen eine massive Stahltür knallen. Es tut nicht nur der Kopf weh, sondern der ganze Körper, denn man gibt ja alles von sich. Man selbst ist dann wie gelähmt, weil man nicht weiss, was man noch tun soll. Man glaubt, man selbst habe was getan, das er so kalt reagiert, oder gar nicht reagiert. Aber dem ist nicht so. Denn wenn man versucht zu analysieren, was man wohl falsch gemacht hat, kommt man zu keinem Ende. Man kann tun, was man will, es wird sich in dem Fall nicht viel ändern, ausser das man zu Grunde geht und er das noch nicht einmal merkt. „Naja, wenn Du dich unbedingt gehen lassen musst!“
Ja und es ist immer der gleiche Anfang. Zuerst merkt man nichts und es ist ja ach soooo schön. Und dann kommt es mehr und mehr heraus. Also kein Wunder, dass man denkt, dass es es an einem selbst liegt. Aber das hat man relativ schnell raus. Denn was könntest du falsch gemacht haben? Was , was dazu berechtigt, so behandelt zu werden, so ignoriert zu werden. Es ist nicht deine Schuld, denn er kann es einfach nicht. Er kann nicht auf dich zugehen, wie du es gelernt hast. Er hat es nicht gelernt. Man liebt aber diesen Menschen. Was uns auch immer an ihm fesselt, uns dennoch bei ihm bleiben lässt . Es muss ein umdenken stattfinden. Von der Seite des nicht alxithymen Partners (denn er kann es ja nicht). Wie hast du bisher LIEBE definiert? Wie hast du es gelernt?
Ein Alexi zeigt es anders. Die frage , wenn du es herausgefunden hast, ob du damit umgehen kannst. Menschen, die ich coache reagieren und entwickeln sich recht unterschiedlich.
Ich weiss, wie das ist, wenn man alles blind versucht. Wir nicht- Alexis ballern dann mit unseren Vorwürfen auf den Alexi ein, weil wir es nicht verstehen. Weil wir wollen, dass er / sie sieht, was mit uns los ist, das er uns sein Verhalten erklärt. Und genau das ist falsch. Denn mit Vorwürfen können die nicht umgehen. Treten dann eher die Flucht an, schotten sich noch mehr ab. Aber nicht aus böser Absicht, sondern weil sie die Situation nicht ertragen können. Meist dann auch begleitend mit körperlichen Symptomen (Migräne usw). Und die Parter bleiben verletzt zurück und werden auf diese Weise keine Antworten bekommen. Auch wenn du ihn fragst, dass er dir doch bitte sagen soll, wie du dich zu ihm verhalten sollst, dann wirst du von ihm vielleicht nur folgendes hören:“Weiss ich nicht!“
Ja und Gefühle zeigt er nicht sondern „faktische Vorgänge“. Klingen diese nicht manchmal, als wolle er dir Vorhaltungen machen, wo du dich dazu berufen fühlst dich immer und immer für etwas zu rechtfertigen, dass er eh nicht versteht, da du oft vielleicht aus einem Gefühl gehandelt hast?


@kerem: , Ja das mit der Wand habe ich mit ihm auch mal durchgespielt. :lol: . Ich habe zuerst mit ihm geredet und als da nichts kam, drehte ich meinen Kopf zur Wand und habe das ganze nochmal wiederholt. Er kopierte mich, wie Alexis ja häufig tun, und redete auch mit der Wand. :roll:
Weiter , karem, gebe ich dir aus Erfahrungen völlig Recht. Man kann ihre art der Liebe und „Emotion „ sehen. Auch wenn es anders aussieht, als bei nicht alexithymen. Wenn man bereit ist zu lernen und sich mal auf die „Landkarte „ des alexithymen Partners begibt (mit professioneller Hilfe, die einem vielleicht die Sprache der Alexis übersetzen kann), wenn man diese Kraft, Liebe und Interesse hat, dann beginnt die Last geringer zu werden. Wir müssen aber in erster Linie auf uns achten . Der Alexi tut es für sich selbst. Ich bin mit den jahren mutiger geworden, je mehr ich über Alexithymie erfahren und gearbeitet habe. Es ist ein umdenken und man muss überlegen, wenn man weiss und verinnerlicht hat was da passiert, ob man damit leben kann. Es ist machbar. :!:

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
25.05.2012 von Wanda

Hallo,

vieles, was in diesem Thread geschrieben wurde, kann ich gut nachvollziehen.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der alexithyme Partner nicht "angemessen" auf die eigene Gefühlslage reagiert, wie zurückgewiesen man sich fühlen kann und dass man dazu neigt, die Schuld bei sich zu suchen. Glücklicherweise habe ich recht früh in unserer Beziehung gelernt, nicht alles auf mich zu beziehen. Ich kann meinem Partner einige meiner Gefühle ganz gut erklären und vielleicht ein bisschen für ihn nachvollziehbar machen. Ich habe gelernt, keine offenen oder versteckten Vorwürfe in die Gespräche einzubringen, denn das würde ihn in die Enge treiben. Je mehr ich ihm gezeigt habe, dass ich ihn als den Menschen akzeptiere, der er ist, desto entspannter wurde er und manchmal sehe ich in punkto Gefühle sogar kleine Fortschritte (vielleicht die therapeutische Wirkung, von der Elena gesprochen hat). Ich denke, man sollte das Gefühlsthema nicht überbewerten, es nicht ständig zum Mittelpunkt der Beziehung machen und keinesfalls versuchen, dem Partner zu erklären, was er möglicherweise fühlt oder fühlen sollte. Er tut es nicht in gleichem Maß wie wir, kann es nicht.
Alexithyme Menschen neigen dazu, sich in Konfliktsituationen zurückzuziehen. Das ist ein Selbstschutzmechanismus, der für sie wohl wichtig ist und der von uns Gefühlsmenschen oft missverstanden wird. Ich habe meinem Partner zu diesem Thema gesagt, dass ich es bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen kann. Akzeptieren kann ich es aber nur, wenn er mir zusagt, dass er sich nicht komplett abschottet und wir zumindest 1x am Tag Kontakt haben (z.B. per SMS oder Mail). Bis jetzt hält er sich dran.
Ich denke, es ist wichtig, dass man konkrete Absprachen trifft, die beiden Seiten helfen, mit schwierigen Situationen klar zu kommen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir ohne diese Möglichkeit eine Beziehung zu einem alexithymen Menschen nicht möglich wäre. Vielleicht habe ich Glück, dass die alexithymen Eigenschaften meines Partners weniger ausgeprägt sind, als bei anderen. Trotzdem ist diese Beziehung in vielerlei Hinsicht eine echte Herausforderung. Ich setze eher auf pragmatische Lösungsansätze, statt auf die "Macht der Liebe", auch wenn ich natürlich genau weiß, was hiermit gemeint ist.

LG, Wanda

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
25.05.2012 von haripriyadev

@wanda:
Mit dem Satz, der in meiner Signatur steht meine ich nicht diese verträumte und naive "Kraft der Liebe". Aber ich schöpfe einfach Kraft durch die Liebe, die ich für ihn empfinde. Denn ganz ehrlich...warum tun wir uns denn das an, wenn wir diesen Menschen nicht so sehr lieben?
Das was Du bschreibst vorher, kann ich bestens nachvollziehen. Ich könnte jetzt alles was Du hier geschreiben hast "quoten", :lol: Aber es geht auch nur so, wie Du es beschrieben hast.

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
25.05.2012 von Wanda

@haripriyadev
Natürlich schöpfe auch ich Kraft aus der Liebe. Ich weiß ziemlich genau, was Du meinst.

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
04.09.2012 von Schlecki

Hi, du!
Zunächst etwas über mich:
Ich bin Marcus, 38 und lebe in Hamburg.
Ich selbst bin NICHT alexithym!
Was mir beim Lesen deines Beitrages als erstes aufgefallen ist:
du schreibst, du hast den Mann geliebt. Sei mir bitte nicht böse, aber ich kann nicht verstehen, wie man einen Menschen, dem die eigenen Gefühle völlig egal sind, lieben kann. Ist natürlich jetzt meine persönliche Ansicht. Ich für meinen Teil könnte niemals eine Partnerschaft eingehen mit einer Frau, die meine Gefühle völlig kaltlassen. ich würde mich alleingelassen und nicht ernstgenommen fühlen.
Wie war das denn bei euch? wie hattet ihr zueinandergefunden? Wie seid ihr euch nähergekommen? Wenn man sich näherkommt, stellt man ja eigentlich fest, daß man Gefühle füreinander entwickelt. Aber wie ist das mit einem alexithymen Menschen? Ich kann mich da irgendwie nicht reindenken...Bitte verstehe mich nicht falsch, ich möchte mich hier keineswegs über Betroffene und deren Angehörige lustigmachen! Auf das Thema gestoßen bin ich zufällig über einen Artikel im "Spiegel"...
Weißt du, wie ich das meine? Wie entwickelt man Gefühle und Zuneigung für jemanden, der deine Liebe nicht erwidert? Oder hat das daran gelegen, daß Liebe bekanntlich blind macht, und du die Welt für eine Zeitlang durch die rosarote Brille gesehen hast?
Liebe Grüße,
Marcus

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
04.09.2012 von haripriyadev

Lieber Marcus,
ist schon ok, ich sehe es in keinster Weise als belustigenden Angriff von Dir. Für Menschen, die nicht damit zu tun haben ist es schwer nachzuvollziehen. Betroffene und Angehörige, die ich berate verstehen es anfangs auch nicht. Denn meist ist das Kennenlernen recht „normal“. Das wird daher kommen, das Alexis gut kopieren. Es muss etwas an der Person sein, das sie wollen, oder brauchen.
Aber es sind meist schon Anzeichen da, die man aber beim Ersten kennenlernen leicht übersieht, sie nicht erst wahrnimmt. So nicht nur bei mir und meinem Partner gewesen, sondern von denen (Partner/innen von Alexis) die ich bisher beraten habe auch so erlebt.
Ja, vielleicht sehen wir die Welt zuerst durch die „rosarote“ Brille. Aber das ist doch das, was das Gefühl des Verliebtseins in uns gefühlvollen Menschen auslöst, oder? Man verliebt sich in einen Menschen, weil er was ganz besonderes in einem auslöst. Das wird bei einem Alexi ein wenig anders sein als bei einem Nicht – Alexi. Es ist bei einem Alexi eher auf der rationalen Ebene als auf Gefühlsebene. Ich würde sagen, dass ein Alexi seine Liebe anders zeigt, als wir Nicht-Alexis es gelernt haben. Was wir nicht zuerst verstehen und manche es auch nie verstehen werden können, vielleicht auch nicht nach Jahren.
Es ist ja auch nicht so, das dem Alexi unsere Gefühle egal sind. Das kommt uns nur so rüber. Er/sie kann sie nicht lesen und zu seinen/ihren hat auch keinen Zugang. Frage mal waschechten Alexi/n, wie er/sie sich fühlt und Du wirst erleben, das die Antwort entweder rational ist, oder er/sie mit der Frage an sich nichts anfangen kann und nur mit einem „ich weiss nicht“ antwortet. Jedes weitere bohren kann für den Alexi Stress bedeuten, was sich somatische Auswirkungen hat (Migräne,.... z.B.).

Du schreibst, dass wenn man sich näher kommt, ja feststellt, dass man Gefühle für den anderen entwickelt. Ich hatte auch schon erwähnt, das Alexis gut kopieren können. Manch einer , der das hört und einige der Partner/innen , die ich beraten haben, meinten sie hätten im Nachhinein das Gefühl, sie seinen verarscht worden. Aber so ist es nicht. Wenn wir ein Gefühl für den anderen entwickeln, können wir nur von unserer Sicht sprechen, denn wir können nicht in den anderen krabbeln und fühlen was er/sie wirklich fühlt und wie er/sie fühlt. Wir können es nur ahnen und hoffen, das es so ist. Richtig WISSEN können wir es nicht.
Hat ein Alexi seine/ihr Liebe gefunden, ist es eher rational. Vieles ist für einen Alexi nicht möglich, was uns möglich ist. Der Partner/in eines Alexi wird zu einer, wie es manchmal fachlich heißt Schlüsselperson. Etwas hat diese Person, was der Alexi braucht. Er/sie zeigt seine Liebe anders. Ob der/die Nicht – Alexi Person damit umgehen kann, ist oft schwer. Denn dieser Mensch hat in einem auch was ausgelöst, auf das man nicht verzichten kann und will. So versucht man immer Wege zu finden um dieser Beziehung eine Chance zu geben. Was nicht heißt, dass das nur von einer Person ausgeht. Wenn man sich auf eine Beziehung mit einem Alexi einlässt (man weiß es ja meinst nicht von Anfang an) ist es so, als entscheidet man sich in einem Land zu leben, dessen Sprache man erst noch lernen muss.
Auf alle Fälle sollte der/die Nicht-Alexi auf sich achten. Sich nicht in dieser Beziehung aufgeben.
Denn vieles wird nicht in der Form möglich sein, wie man es sich vorstellt. Aber es ist machbar.
Und nochmal. Es hat nichts damit zu tun, dass einem Alexi die Gefühle des/der Partnerin egal ist, denn diese Aussage würde behaupten, das er/sie in der Lage ist Gefühle wahrzunehmen aber nicht darauf reagiert.
Ein Beispiel: Eine Partnerin eines Alexis möchte soo gerne, dass ihr Partner an einem Wochenende zu ihr kommt, weil sie so eine Sehnsucht nach ihm hat. Das sagt sie ihm so. Er kann nichts mit dem Wort Sehnsucht anfangen. Er überlegt, was es für einen Grund geben kann zu ihr zu fahren. Ach ja, sie hatte doch mal gesagt, dass sie ihr Bad renovieren wollte. Er denkt sich, dass das dann eine Gelegenheit sein kann, das dann zu machen. Er ist bei ihr und sie hat das Wochenende das Bad fertig. Klar klingt das ein wenig armselig für Menschen, die so was nicht kennen.
Ab er wen die Liebe trifft..... ;)

Re: Beziehung mit einem Gefühlsblinden
04.09.2012 von haripriyadev

heißt ja "Gefühlsblindheit" im Volksmund. Einen richtigen blinden Menschen machen wir ja auch keinen Vorwurf, das er nicht die Farben beschreiben kann. :mrgreen:

Das ist schön gesagt...
03.05.2013 von Despa

....als ich noch garnichts gehört hatte von Alexithymie und mir immer alle einreden wollten, der Mann sei einfach ein Idiot und nütze mich nur aus etc....war ich mir immer vom Gefühl her sicher, es wäre keine Absicht, obwohl ich das Verhalten nicht verstand.
Ich hatte dann immer diese Metapher:
Wenn ein Mensch permanent zu spät kommt, hat man alles Recht der Welt sauer zu sein, kann diese Person aber die Uhr nicht lesen, sieht die Sache anders aus.

@haripriadev: Ich kann auch nicht anders, als nur mit Liebe drauf zu reagieren und hoffe immer, dass wenigstens ein Bruchteil davon auch dort ankommt wo sie hingehört.
LG

Hi alle zusammen :)
07.10.2014 von Mel84

Ich bin selbst Alexi und hatte eine Beziehung mit einem anderen Alexi, diese ging ganze 3 Monate. Danach war selbst ich fix und fertig, da er eine deutlich stärkere Ausprägung hatte, als ich. Ich war austauschbar wie ein Spielzeug.... genau wie im Anfangspost beschrieben. Aber er hat es nicht zugegeben.... er hatte nur seine Arbeitskollegen als Freunde. Gefreut hat er sich über seine Technik und die Natur, aber nie über mich. Ob ich da war oder nicht - Ignoranz. Und das bei einer Fernbeziehnung. Sex gabs kaum... zum Ende gar nicht. Es war für ihn vollkommen unwichtig, mit sich selbst wars ja einfacher und nicht so anstrengend... ich bin geflüchtet.... ich habe ihm alles logisch erklärt, dass verstehe ich ja selbst am besten, aber selbst das half nicht. Er hat mir nicht hinterhergeweint, dass war alles ok.

Jetzt habe ich mir schon wieder einen Alexi geangelt (wie mach ich das nur). Vielleicht klappt das ja diesmal besser. Ich selbst bin ja auch nicht ganz so extrem.

Liebe beginnt bei mir selber.
06.11.2015 von Zaspro

Hallo zusammen, ich denke ich habe auch alexi...
Ich kann mich schlecht in andere Menschen hineinversetzen. Es sei denn es sind geschriebene Worte und so habe ich Zeit sie für mich zu analysieren um sie in die Gefühle einzuordnen und das braucht viel Zeit. Aber das was ihr vda beschreibt ist also so was von Verletztend. Wie kann man nur so über andere Menschen herziehn.
Was mich anbetrifft ich habe gelernt worze für gefühle zu finden. Wenn ich mich verletzt fühle geht bei mir ein Schalter um der nich vor Emotionalem (tot) schützt. So lzss ich lichvsofort in meine innere schutzwelt zurückziehen.
Wenn sich die woogen geglättet haben, bin ich wieder offen für Beziehung. Es ist ein schutz davor erneut zurückgewiesen zu werden. Also weise ich zuerst zurück, etwas kontrolliert. Schmerzhaft für Alle Beteiligten.
Tja, Geduld ist wenn man trotzdem wartet :)

Wie es funktionieren kann
26.07.2016 von Anya

Ich gebe zu Ich bin eine von den nicht "extremen" alexis und ich habe das Glück liebe als intensivste Emotion wahrzunehmen. Aber es war wirklich nicht leicht überhaupt zu erkennen, dass ich für meinen jetzt freund etwas empfinde. Dieses in so vielen Büchern beschriebene explosionsartige Gefühl war und ist nicht da. Und es ist auch nicht einfach den richtigen Zeitpunkt zu finden mit seinem Partner darüber zu reden. Nur weil ich selber das Gefühl nicht kenne, oder immens gut verdränge, heißt es nicht, dass ich ihm mit meinem verhalten gerne schmerzen zufüge. Aber wenn man darüber redet, fragen klärt und offen damit umgeht was "kopiert" und was echt ist, kann das gut funktionieren. Man tut sich zwar selber schwer zu unterscheiden, was mach ich weil man es macht und was weil ich es will, aber da kann einem ein Partner helfen. Mein Freund betrachtet es sehr liebevoll als eine Art "rot grün Schwäche"

Ich kann mir zwar nicht wirklich vorstellen wie schwer es, emotional gesehen, ist in einer Beziehung mit einem alexi zu sein, verstehe aber jedem dem dies zu viel ist. Wir sind einfach nicht ganz "normal". Und das können beide Parteien manchmal einfach nicht akzeptieren

Partner mit Alexithymie?
18.07.2018 von Mayte

Hallo, ich will gleich vorwarnen, dies wird ein längerer Beitrag. Ich hoffe, dass mir jemand antworten kann, denn ich bin mit meinem Latein am Ende. Gegen Ende April im vergang. Jahr lernte ich einen Mann kennen, der auf den ersten Blick sehr anziehend wirkte und sympathisch, ein mega-charmantes Lächeln und eine ruhige, ausgeglichene Art. Wir trafen uns ein paar mal, wo er mir von der verheerenden Trennung seiner Ex-Frau (2 Jahre zuvor) erzählte. Sie waren 30 Jahre zusammen, er war 19 beim Kennenlernen, sie 16. Davor gab es keine anderen Kontakte - auch nicht nur sexuell. Dass er sexuell verklemmt war, führte ich auf mangelnde sex. Erfahrungen zurück. Wir gingen dann eine Beziehung ein, wo mir durch meine Schmetterlinge im Bach zunächst nicht das ganze Ausmaß das auf mich zukommen würde, bewusst war. Ich spürte nur, dass er anders war (er nennt es "eigen") und das fand ich prinzipiell gut und auch interessant. In den ersten 14 Tagen erlebte ich ihn als wundervoll und süß etc. Dann ließ sein Interesse an mir irgendwie mehr und mehr nach. Im September ging er plötzlich verbal auf mich los. Irgendwas - eine Unzufriedenheit - hatte sich in ihm aufgestaut und ich war halt gerade da. Seit dem Tag ist es anders. Ich habe ihn noch sehr lieb, spüre aber, dass ich nicht dauerhaft mit ihm zusammen bleiben kann, da ich inzwischen psychisch richtig fertig bin - zumindest phasenweise. Er kann nichts mit Gefühlen anfangen. Wenn ich mein Herz ausschütte, ihm sage, was mich kränkt/verletzt, versteht er nur Bahnhof. ich flehte ihn schon an, mir zu sagen, weshalb er mit mir zusammen ist und was ihm an mir eigentlich gefällt. Er schaut mich nur an und sagt nichts. Ich fühle mich oft wie die Zweitbesetzung in einem Theaterstück, wenn die eigentliche Person ausgefallen ist. Kürzlich sagte ich ihm, dass wir keine Beziehung miteinander haben, weil er nie mit mir über Gefühle redet--- aber ich halte im Prinzip nur Monologe. Von ihm kommt rein garnichts. Wenn ich weine, sitzt er teilnahmslos neben mir. Lange wunderte ich mich über sein ewig seeliges Lächeln im Gesicht - fiel mir zunächst auf, dass er nonstop andere Frauen anstrahlte (wir arbeiten in der gleichen Firma und seit ein paar Wochen im gleichen Großraumbüro. Leider.) - so wie mich, als wir uns kennenlernten. ich dachte bis zu dem Zeitpunkt, dieses Lächeln bekomme nur ich. Haha. Seit ein paar Tagen weiß ich, er lächelt auch Männer so an. Und er macht keinen Unterschied, ob es Menschen sind, die er mag oder eigentlich nicht mag. Ihn darauf angesprochen meinte er "das macht man halt so". Und das führte mich über Google zu dieser Seite hier. Er tut vieles, weil man es so macht oder von ihm erwartet. Er kann keine tiefgreifenden Gespräche führen, da er auch keine Interessen hat. Wenn er mal was sagt, dann über Kollegen. Dass ich das garnicht hören will, müsste er inzwischen wissen, aber er hat sonst halt kein Thema. Er ist lieb und zuverlässig. Tut Dinge für mich, mag mich auf seine Art, da bin ich mir sicher, aber... Ich muss so hart an mir arbeiten und von meinen eigenen Erwartungen runterkommen, weil er sie niemals erfüllen kann - das weiß ich inzwischen. Es tut dennoch oft wahnsinnig weh. Kürzlich sagte ich ihm "du hast mit mir eine wirklich richtig nette, liebe Frau kennengelernt" und strahlte ihn an. Und er antwortete "aber die Frau X ist auch eine ganz arg nette, gell?" Mir fiel das Gesicht runter. Dass er mich mit der unsympatischsten Frau im ganzen Betrieb auf eine Stufe stellte, kann ich noch immer nicht fassen. Fakt ist, er sieht keinen Unterschied. Es ist schon so, er könnte mich durch eine X-Beliebige ersetzen, und auch das tut weh. Nie zuvor - und ich hatte einige wirklich seltsame Partner - hatte ich einen Mann an meiner Seite, der so war wie er. Ich will nicht prahlen oder angeben, aber ich habe immer - auch jetzt mit 50 - Komplimente bekommen. Ich bin noch immer sehr attraktiv - aber er hat mir noch nie ein Kompliment gemacht. Nur einmal, als er sagte "das ist ein schönes Kleid". Ich war kurz davor ihm zu antworten, dass ich es ihm eines Tages schenken werde, dann kann es meine Nachfolgerin anziehen. Im Ernst, die Beziehung mit ihm ist für mich keine richtige Beziehung und oftmals eine verletzende Erfahrung. Ist er ein Alexi? Ich vermute, ja. Ich erzählte ihm gestern davon und fragte ihn, ob er denkt, dass das auf ihn zutrifft. Er meinte nur, wie so oft bzw. fast jedesmal "ich weiss es nicht".

17.11.2018 von User65217P79

Hallo Mayte,
Ich kann mir sehr gut vorstellen dass dein Freund Alexithymiker ist / an alexithemie leidet.
Ich selbst bin es und kann ihn sehr gut nachvollziehen. Bei Gefühlsthemen starrt man den anderen an weil man 1. nichts fühlt bei den Worten des anderen und diese auch oft nicht versteht und 2. nicht weiß was man antworten soll weil man eben selbst nichts fühlt.
Auch das mit dem sex passt gut.ubd das mit den Interessen.
Und Vorallem das mit dem „ich weiß es nicht“ als Antwort. Geht mir auch immer so. Das mit dem „jeden anlächeln weil man das eben so macht weil man keine unterschiedlichen Gefühle für Leute hat“ kenne ich auch sehr gut.
Wenn deinen Partner es selbst stört kann er eine Therapie macjen um sich dem Problem langsam zu nähern. Es kann klappen dass es sich weiterentwickelt, aber so lange er selbst nicht drunter leitet scheint es niemand zu sein mit dem man glücklich werden kann.

30.11.2018 von User81762J54

Hallo liebe Mayte,
als ich gerade das Internet nach Hilfe durchsuchte, fand ich deinen Beitrag auf dieser Seite.
Deine Beschreibung trifft genau auf meinen Freund und mich zu. Genau der gleiche Weg. Die ersten zwei Wochen war er der süßeste Typ auf der Welt und nun bin ich gefühlt seine Zweitbesetzung.
Der Sex sehr verklemmt und eher ein Muss mir zuliebe, weil ich eher aktiver bin. Gespräche finden eher oberflächlich statt...
Heute habe ich mir die Augen aus dem Kopf geweint, weil ich ihn nicht verstehe. Auf der einen Seite zeigt er mir durch regelmäßige Anrufe und Treffen (auf die er liebevoll besteht), dass ich ihm wichtig bin :)
Ich möchte ihn nicht aufgeben, weil er im Grunde ein guter Mensch ist - so glaube ich.
Aber ich bin auch ratlos, wie ich künftig mit ihm umgehen kann um dabei nicht emotional zu verkrüppeln.
Wer weiß Rat? Gern auch Treffen in Berlin...

05.12.2018 von User32685F23

@User81762J54 ich bin auch aus Berlin. Seit über 5 Jahren mit einem Alexi zusammen. Aber ich bin grad dabei, mich zu lösen. Ich bin ein sehr herzlicher Mensch und am Ende meiner Kräfte. 017670222959 Annette


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