Thema: Alexithymie Erfahrung in der Partnerschaft- Was soll ich fühlen?

Deutsches Alexithymie Forum > Betroffene und Angehörige

Alexithymie Erfahrung in der Partnerschaft- Was soll ich fühlen?
03.08.2017 von Mark92

Hallo Leute,

ich bin seit knapp zwei Jahren in einer Beziehung und mit der Zeit wurde/wird immer klarer, dass wir auf emotionaler Ebene irgendwie unterschiedlich sind. Öfter schon hat sie mich als gefühlskalt bezeichnet oder vor allem in emotionalen Belangen als eher unverständnisvoll dargestellt. Ich versuche unterschiedliche emotionale Sachverhalte eher rational zu analysieren und aus "logischer" Perspektive zu sehen.

Wir führen an sich eine schöne Beziehung, unternehmen viel und haben Spaß miteinander. Aber wenn es um Gefühle geht kommt es öfter zu Diskussionen. Ich verstehe zwar zumindest meistens wie ich mich fühlen sollte, aber sehe bei mir keine Reaktion die so ein Gefühl dann auch erkennen lässt. Das merkt die Partnerin natürlich auch.

Ein paar Beispiele um das ein bisschen zu illustrieren:
1. Sie fragt mich: Was fühlst du oder genauer, was fühlst du für mich? Ich fühle mich wohl bei ihr, kann aber nicht genau beschreiben welche Gefühle da sind.

2. Wir sehen uns eine Woche oder so nicht. Für mich ist das grundsätzlich kein Problem, da ich ja weiß dass wir uns schon bald wieder sehen. Sie ist hingegen voller Sehnsucht, traurig, etc. und findet es demensprechend nicht gut wenn ich ihr das nicht einmal per Handy zeigen kann, dass ich das auch bin.

3. Bei Dingen (negativ oder positiv) die eigentlich primär mich betreffen (z.B Freunde, Angehörige etc.) regen sich andere Menschen stärker auf, bzw. sind trauriger als ich es für mich selbst bin. Beziehungsweise kann ich mich oft kein bisschen hineinsteigern.

Ich hatte eine schöne Kindheit und meine Eltern sind seit über 25 Jahren verheiratet. Hat jemand ähnliche Erfahrungen. Wie kann ich versuchen besser auf meine Partnerin einzugehen?

Danke im Voraus.

Völlige leere ?
13.08.2017 von Selda

Hallo ich weiß seit langem dass ich nichts fühle .. doch ich habe schon um mich herum eine ganze Burg gebaut. Ich zeige nach außen eine perfekte Frau:D doch ich weiß dass ich nichts fühle.. nicht einmal wenn jemand stirbt oder mein Mann mit mir Schluss machen möchte. Es kommt mir so vor als ob das ganze Leben im Kopf lebt und immer nur nachdenkt was man als nächstes machen oder sagen soll. Ich hatte als Erzieherin gearbeitet doch irgendwann konnte ich die Mauern nicht mehr stand halten .. kein Fake Lächeln oder sonstiges.. mittlerweile komme ich damit gut zurecht . Ich stelle mir einfach immer eine perfeckte Familie vor. Ich hoffe natürlich dass es weg geht .. Aber solange muss man damit leben und weiter leben .. Freude für andere zu zeigen und gratulieren kann ich gar nicht.. da gehe ich lieber allen aus dem weg. Ich hatte die schlimmste Kindheit die man sich vorstellen .. kann .. egal wer sagt seine Kindheit war schlimm .. meine 1000 mal schlimmer .. Und trotzdem mach ich weiter und werde es auch immer tun ..

Dein Beitrag vom 03.08.17
14.08.2017 von baer

Was kann man besser machen? Für zwei die sich lieben gibt es nichts schöneres als zusammen zu sein. Jedenfalls sollte das so der Fall sein, wenn beide die gleiche Wellenlänge für einander entdeckt haben. Meine Partnerin hat vermutlich die gleichen Probleme. Wir können uns beide nicht gut vertrauen, da sie Angst hatte die Beziehung einzugehen. Die Gründe verstehe ich heute. Es gibt nichts besseres, als miteinander über das Thema zu sprechen. Dann findet man auch wegen. Derjenige der Gefühle nicht verstehen kann, kann manche schöne Erzählung und Komplimente nicht so umsetzten wie man sich das als "Sender" gerne wünschen würde.
Es geht in der Regel um sachliche Dinge. Wenn ich ihre Schuhe schön finde, dann weiß sie, das sie darin gut aussehen kann. Das ist ihr manchmal wichtiger als wenn ich ihr schöne Dinge über ihren nackten Körper sage. Sie hat von sich kein Selbstbild.
Man kann zeigen, dass man jemanden lieb hat durch kleine Berührungen im Alltag. Einfach so beim Vorbeigehen. Dadurch ist dem anderen signalisiert, das man ihn beachtet hat. Es müssen nicht immer Geschenke sein. Aufmerksamkeit schenken, dass ist eine wichtige Sache für den Alltag. Dem Partner geht es gut dabei. Es ist ein Zeichen von Wärme. Kleine Rituale können auch gut sein. Stehe ich morgens einfach auf oder sehe ich kurz noch mal nach meinem Partner. Ist er auch schon wach oder schläft er noch? Das ist die erste Wertschätzung des Tages und nicht der Kaffee oder die Zigarette auf dem Balkon. Gleiches gilt für den Abend. Wenn man keine Gefühle hat, dann ist einem so etwas vielleicht nicht so wichtig. Aber vielleicht macht ihr das ja schon so. Bei uns war das alles anders. Alle rationalen Dinge funktionieren auch heute noch sehr gut. Alles läuft stimmig. Aber frage ich nach Gefühlen, dann wird es schwierig. Vermutlich bemerkst auch die körperliche Anzeichen. Die kann man zusammen besprechen und sie sich erklären lassen. Das ist eigentlich in jeder Situation so. Eine professionelle Hilfe habe ich auch noch nicht finden können. Am besten finde ich, wenn man sich das zusammen selbst erarbeitet. Das ist für den Partner der Gefühle hat nicht so einfach, denn nicht alles gefühlstechnische kann man auch rational erklären.
Das du dich bei deiner Partnerin wohl fühlst ist klar, denn sie akzeptiert dich ja derzeit so wie du bist. Jetzt heißt es dann weiter dran arbeiten. Das dich dies alles nicht stört ist normal. Jeder kennt die Welt nur so wie er dazu in der Lage ist. Gefühle sind aber etwas schönes. Sie sind warm und weich und lassen einen glücklich und zufrieden sein.

Dein Beitrag vom 03.08.17
14.08.2017 von baer

Was kann man besser machen? Für zwei die sich lieben gibt es nichts schöneres als zusammen zu sein. Jedenfalls sollte das so der Fall sein, wenn beide die gleiche Wellenlänge für einander entdeckt haben. Meine Partnerin hat vermutlich die gleichen Probleme. Wir können uns beide nicht gut vertrauen, da sie Angst hatte die Beziehung einzugehen. Die Gründe verstehe ich heute. Es gibt nichts besseres, als miteinander über das Thema zu sprechen. Dann findet man auch wegen. Derjenige der Gefühle nicht verstehen kann, kann manche schöne Erzählung und Komplimente nicht so umsetzten wie man sich das als "Sender" gerne wünschen würde.
Es geht in der Regel um sachliche Dinge. Wenn ich ihre Schuhe schön finde, dann weiß sie, das sie darin gut aussehen kann. Das ist ihr manchmal wichtiger als wenn ich ihr schöne Dinge über ihren nackten Körper sage. Sie hat von sich kein Selbstbild.
Man kann zeigen, dass man jemanden lieb hat durch kleine Berührungen im Alltag. Einfach so beim Vorbeigehen. Dadurch ist dem anderen signalisiert, das man ihn beachtet hat. Es müssen nicht immer Geschenke sein. Aufmerksamkeit schenken, dass ist eine wichtige Sache für den Alltag. Dem Partner geht es gut dabei. Es ist ein Zeichen von Wärme. Kleine Rituale können auch gut sein. Stehe ich morgens einfach auf oder sehe ich kurz noch mal nach meinem Partner. Ist er auch schon wach oder schläft er noch? Das ist die erste Wertschätzung des Tages und nicht der Kaffee oder die Zigarette auf dem Balkon. Gleiches gilt für den Abend. Wenn man keine Gefühle hat, dann ist einem so etwas vielleicht nicht so wichtig. Aber vielleicht macht ihr das ja schon so. Bei uns war das alles anders. Alle rationalen Dinge funktionieren auch heute noch sehr gut. Alles läuft stimmig. Aber frage ich nach Gefühlen, dann wird es schwierig. Vermutlich bemerkst auch die körperliche Anzeichen. Die kann man zusammen besprechen und sie sich erklären lassen. Das ist eigentlich in jeder Situation so. Eine professionelle Hilfe habe ich auch noch nicht finden können. Am besten finde ich, wenn man sich das zusammen selbst erarbeitet. Das ist für den Partner der Gefühle hat nicht so einfach, denn nicht alles gefühlstechnische kann man auch rational erklären.
Das du dich bei deiner Partnerin wohl fühlst ist klar, denn sie akzeptiert dich ja derzeit so wie du bist. Jetzt heißt es dann weiter dran arbeiten. Das dich dies alles nicht stört ist normal. Jeder kennt die Welt nur so wie er dazu in der Lage ist. Gefühle sind aber etwas schönes. Sie sind warm und weich und lassen einen glücklich und zufrieden sein.

Partner einer Alexithymie betroffenen bittet um Hilfe...
23.11.2017 von LaPe

Guten Abend Alexi Gemeinde,
ich hoffe auf diesem Weg einige Antworten auf meine Fragen als Partner einer Alexithymie betroffenen zu finden. Ob sie wirklich betroffen ist, kann ich nur erahnen. Vieles spricht dafür. Vorab jedoch möchte ich schildern wie unsere Beziehung ihren Anfang nahm.
Es fing alles sehr harmonisch an, viel wurde geschrieben, wir sahen uns hin und wieder, verbrachten unsere freie Zeit so gut es ging gemeinsam. Leider hielt das alles nicht lange an, oft wurde auf ein "gute Nacht mein Schatz" oder "Hey, wie war dein Tag, wie geht es dir?", "hast du Zeit, wollen wir uns sehen.." u.Ä. nur noch selten, oder gar nicht geantwortet. Ihre freien Tage verbrachte/verbringt sie mittlerweile oft nur noch alleine, sie meidet Körperliche Nähe, zieht sich zurück und reagiert auf vieles was unsere Beziehung und den Alltag betrifft eher sehr kühl und ohne jegliche Emotionen.

Vor einigen Wochen ist mir der Kragen geplatzt, ich möchte anmerken dass ich zu diesem Zeitpunkt nichts wusste von Alexithymie. Für mich war es lediglich die Frage was mit meiner Freundin los ist. Warum sie sich mir gegenüber, aber auch ihrer Umwelt so "fremd" verhält. Freunde ihrer seits sprachen mich an " ob das wieder los geht mit ihr", sollte heißen, du- also ich scheinst das nächste "Opfer" zu sein. Ich möchte jedoch unbedingt klar stellen, dass ich mich keinesfalls als Opfer sehe!
Zwei Tage nach meinem "Ausraster" telefonierten wir sehr ausgiebig und lange miteinander. Ich sagte ihr meinen Standpunkt, dass es mich sehr traurig und auch wütend macht, dass sie mir keinerlei Beachtung schenkt, auch in dem was ich tue. Ich teilte ihr mit, dass ich der Meinung bin, das ihre "kalte" Verhaltensweise keine weitere Grundlage für eine Beziehung ist, ich sie aber sehr lieb habe und wissen möchte was los ist. Sie offenbarte sich, leise und etwas zurückhaltend, dass aus diesem Grund, also ihrem Verhalten bereits vier ihrer Beziehungen zu Bruch gegangen sind. Sie klang sehr traurig dabei, sagte auch dass sie ihre Gefühle nun mal nicht so zeigen kann, auch dass sie glaubt, nur weil ich ihre Hand auf der Couch nehme, oder mich einfach nur Ankuscheln möchte, ich gleich an Sexuelle Nähe denken würde. Sie tat mir leid in diesem Augenblick, da sie sich das erste mal mir gegenüber zu ihrer Gefühlslosigkeit geäußert hat. Auf meine Frage, "Sag mir bitte, liebst du mich?" folgte ein langes Schweigen. Dann kam ein leises, zurückhaltendes "Ja". Ich sagte darauf hin zu ihr "Ich denke dass es dir gerade sehr schwer gefallen ist dies zu sagen, du hast so eben etwas ganz Großartiges geleistet"
Damit wollte ich ihr zu Verstehen geben, dass ich sie und ihre Gefühlswelt verstehe, mir es jedoch trotzdem schwer fällt damit um zu gehen.

Vor zwei Tagen wurde ich auf einer Kurzreise mit ihr wieder einmal bitter enttäuscht. Kein Danke, keine sichtbare Freude in ihrem Gesicht, keine Emotionen. Ich machte ihr auf meine Art verständlich dass ich über dieses Verhalten traurig bin. Dabei blieb es auch. Ich teilte ihr mit, dass mir sehr viel an ihr liegt, an unserer Beziehung, an Zweisamkeit und mehr. Ich spürte ihre Traurigkeit, aber auch dass sie ihre Gefühle mir gegenüber nicht zeigen kann. Ich sagte ihr, dass ich es mir so sehr wünsche, dass sie auch mal meine Hand nimmt, nicht nur ich ihre...es folgte darauf dass sie Bauchschmerzen bekam, zuvor Migräne und Gelenkschmerzen.

dennoch nahm ich ihre Hand als sie einschlief...

Heute suchte ich nach einer Antwort auf ihr Verhalten, welches ich nunmehr schon ein gutes 3/4 Jahr hinnehme. Dabei bin ich auf Alexithymie gestoßen und stellte fest, dass ihre Verhaltensweisen in hohem Maße dafür sprechen.

Da ich sie nicht verlieren möchte, ich nicht aufgeben möchte, nur weil sie Ihre Gefühle nicht äußern, bzw. zeigen kann, bitte ich hier in diesem Forum um Hilfe.

Vielleicht ist ja da die/der eine oder andere, die/der selbst Alexi ist und mir dabei helfen kann sie besser zu verstehen, nicht falsch zu reagieren, damit besser umgehen zu können. Mir liegt viel an ihr und unserer Beziehung und ich möchte nicht durch eine falsche Verhaltensweise meiner seits diese aufs spiel setzen.

Ich denke, wenn man einen Menschen sehr mag, lieb hat und auch seine guten Seiten kennen gelernt hat, dann ist es egal ob sie in ihrer Alexithymie Welt lebt. Entscheidend ist vielmehr sie zu verstehen und so zu nehmen wie sie ist.

Vielleicht kann mir jemand von euch dabei behilflich sein besser zu verstehen... lG LaPe




Partner einer Alexithymie betroffenen bittet um Hilfe...
23.11.2017 von LaPe

Guten Abend Alexi Gemeinde,
ich hoffe auf diesem Weg einige Antworten auf meine Fragen als Partner einer Alexithymie betroffenen zu finden. Ob sie wirklich betroffen ist, kann ich nur erahnen. Vieles spricht dafür. Vorab jedoch möchte ich schildern wie unsere Beziehung ihren Anfang nahm.
Es fing alles sehr harmonisch an, viel wurde geschrieben, wir sahen uns hin und wieder, verbrachten unsere freie Zeit so gut es ging gemeinsam. Leider hielt das alles nicht lange an, oft wurde auf ein "gute Nacht mein Schatz" oder "Hey, wie war dein Tag, wie geht es dir?", "hast du Zeit, wollen wir uns sehen.." u.Ä. nur noch selten, oder gar nicht geantwortet. Ihre freien Tage verbrachte/verbringt sie mittlerweile oft nur noch alleine, sie meidet Körperliche Nähe, zieht sich zurück und reagiert auf vieles was unsere Beziehung und den Alltag betrifft eher sehr kühl und ohne jegliche Emotionen.

Vor einigen Wochen ist mir der Kragen geplatzt, ich möchte anmerken dass ich zu diesem Zeitpunkt nichts wusste von Alexithymie. Für mich war es lediglich die Frage was mit meiner Freundin los ist. Warum sie sich mir gegenüber, aber auch ihrer Umwelt so "fremd" verhält. Freunde ihrer seits sprachen mich an " ob das wieder los geht mit ihr", sollte heißen, du- also ich scheinst das nächste "Opfer" zu sein. Ich möchte jedoch unbedingt klar stellen, dass ich mich keinesfalls als Opfer sehe!
Zwei Tage nach meinem "Ausraster" telefonierten wir sehr ausgiebig und lange miteinander. Ich sagte ihr meinen Standpunkt, dass es mich sehr traurig und auch wütend macht, dass sie mir keinerlei Beachtung schenkt, auch in dem was ich tue. Ich teilte ihr mit, dass ich der Meinung bin, das ihre "kalte" Verhaltensweise keine weitere Grundlage für eine Beziehung ist, ich sie aber sehr lieb habe und wissen möchte was los ist. Sie offenbarte sich, leise und etwas zurückhaltend, dass aus diesem Grund, also ihrem Verhalten bereits vier ihrer Beziehungen zu Bruch gegangen sind. Sie klang sehr traurig dabei, sagte auch dass sie ihre Gefühle nun mal nicht so zeigen kann, auch dass sie glaubt, nur weil ich ihre Hand auf der Couch nehme, oder mich einfach nur Ankuscheln möchte, ich gleich an Sexuelle Nähe denken würde. Sie tat mir leid in diesem Augenblick, da sie sich das erste mal mir gegenüber zu ihrer Gefühlslosigkeit geäußert hat. Auf meine Frage, "Sag mir bitte, liebst du mich?" folgte ein langes Schweigen. Dann kam ein leises, zurückhaltendes "Ja". Ich sagte darauf hin zu ihr "Ich denke dass es dir gerade sehr schwer gefallen ist dies zu sagen, du hast so eben etwas ganz Großartiges geleistet"
Damit wollte ich ihr zu Verstehen geben, dass ich sie und ihre Gefühlswelt verstehe, mir es jedoch trotzdem schwer fällt damit um zu gehen.

Vor zwei Tagen wurde ich auf einer Kurzreise mit ihr wieder einmal bitter enttäuscht. Kein Danke, keine sichtbare Freude in ihrem Gesicht, keine Emotionen. Ich machte ihr auf meine Art verständlich dass ich über dieses Verhalten traurig bin. Dabei blieb es auch. Ich teilte ihr mit, dass mir sehr viel an ihr liegt, an unserer Beziehung, an Zweisamkeit und mehr. Ich spürte ihre Traurigkeit, aber auch dass sie ihre Gefühle mir gegenüber nicht zeigen kann. Ich sagte ihr, dass ich es mir so sehr wünsche, dass sie auch mal meine Hand nimmt, nicht nur ich ihre...es folgte darauf dass sie Bauchschmerzen bekam, zuvor Migräne und Gelenkschmerzen.

dennoch nahm ich ihre Hand als sie einschlief...

Heute suchte ich nach einer Antwort auf ihr Verhalten, welches ich nunmehr schon ein gutes 3/4 Jahr hinnehme. Dabei bin ich auf Alexithymie gestoßen und stellte fest, dass ihre Verhaltensweisen in hohem Maße dafür sprechen.

Da ich sie nicht verlieren möchte, ich nicht aufgeben möchte, nur weil sie Ihre Gefühle nicht äußern, bzw. zeigen kann, bitte ich hier in diesem Forum um Hilfe.

Vielleicht ist ja da die/der eine oder andere, die/der selbst Alexi ist und mir dabei helfen kann sie besser zu verstehen, nicht falsch zu reagieren, damit besser umgehen zu können. Mir liegt viel an ihr und unserer Beziehung und ich möchte nicht durch eine falsche Verhaltensweise meiner seits diese aufs spiel setzen.

Ich denke, wenn man einen Menschen sehr mag, lieb hat und auch seine guten Seiten kennen gelernt hat, dann ist es egal ob sie in ihrer Alexithymie Welt lebt. Entscheidend ist vielmehr sie zu verstehen und so zu nehmen wie sie ist.

Vielleicht kann mir jemand von euch dabei behilflich sein besser zu verstehen... lG LaPe




Partner einer Alexithymie betroffenen bittet um Hilfe...
23.11.2017 von LaPe

Guten Abend Alexi Gemeinde,
ich hoffe auf diesem Weg einige Antworten auf meine Fragen als Partner einer Alexithymie betroffenen zu finden. Ob sie wirklich betroffen ist, kann ich nur erahnen. Vieles spricht dafür. Vorab jedoch möchte ich schildern wie unsere Beziehung ihren Anfang nahm.
Es fing alles sehr harmonisch an, viel wurde geschrieben, wir sahen uns hin und wieder, verbrachten unsere freie Zeit so gut es ging gemeinsam. Leider hielt das alles nicht lange an, oft wurde auf ein "gute Nacht mein Schatz" oder "Hey, wie war dein Tag, wie geht es dir?", "hast du Zeit, wollen wir uns sehen.." u.Ä. nur noch selten, oder gar nicht geantwortet. Ihre freien Tage verbrachte/verbringt sie mittlerweile oft nur noch alleine, sie meidet Körperliche Nähe, zieht sich zurück und reagiert auf vieles was unsere Beziehung und den Alltag betrifft eher sehr kühl und ohne jegliche Emotionen.

Vor einigen Wochen ist mir der Kragen geplatzt, ich möchte anmerken dass ich zu diesem Zeitpunkt nichts wusste von Alexithymie. Für mich war es lediglich die Frage was mit meiner Freundin los ist. Warum sie sich mir gegenüber, aber auch ihrer Umwelt so "fremd" verhält. Freunde ihrer seits sprachen mich an " ob das wieder los geht mit ihr", sollte heißen, du- also ich scheinst das nächste "Opfer" zu sein. Ich möchte jedoch unbedingt klar stellen, dass ich mich keinesfalls als Opfer sehe!
Zwei Tage nach meinem "Ausraster" telefonierten wir sehr ausgiebig und lange miteinander. Ich sagte ihr meinen Standpunkt, dass es mich sehr traurig und auch wütend macht, dass sie mir keinerlei Beachtung schenkt, auch in dem was ich tue. Ich teilte ihr mit, dass ich der Meinung bin, das ihre "kalte" Verhaltensweise keine weitere Grundlage für eine Beziehung ist, ich sie aber sehr lieb habe und wissen möchte was los ist. Sie offenbarte sich, leise und etwas zurückhaltend, dass aus diesem Grund, also ihrem Verhalten bereits vier ihrer Beziehungen zu Bruch gegangen sind. Sie klang sehr traurig dabei, sagte auch dass sie ihre Gefühle nun mal nicht so zeigen kann, auch dass sie glaubt, nur weil ich ihre Hand auf der Couch nehme, oder mich einfach nur Ankuscheln möchte, ich gleich an Sexuelle Nähe denken würde. Sie tat mir leid in diesem Augenblick, da sie sich das erste mal mir gegenüber zu ihrer Gefühlslosigkeit geäußert hat. Auf meine Frage, "Sag mir bitte, liebst du mich?" folgte ein langes Schweigen. Dann kam ein leises, zurückhaltendes "Ja". Ich sagte darauf hin zu ihr "Ich denke dass es dir gerade sehr schwer gefallen ist dies zu sagen, du hast so eben etwas ganz Großartiges geleistet"
Damit wollte ich ihr zu Verstehen geben, dass ich sie und ihre Gefühlswelt verstehe, mir es jedoch trotzdem schwer fällt damit um zu gehen.

Vor zwei Tagen wurde ich auf einer Kurzreise mit ihr wieder einmal bitter enttäuscht. Kein Danke, keine sichtbare Freude in ihrem Gesicht, keine Emotionen. Ich machte ihr auf meine Art verständlich dass ich über dieses Verhalten traurig bin. Dabei blieb es auch. Ich teilte ihr mit, dass mir sehr viel an ihr liegt, an unserer Beziehung, an Zweisamkeit und mehr. Ich spürte ihre Traurigkeit, aber auch dass sie ihre Gefühle mir gegenüber nicht zeigen kann. Ich sagte ihr, dass ich es mir so sehr wünsche, dass sie auch mal meine Hand nimmt, nicht nur ich ihre...es folgte darauf dass sie Bauchschmerzen bekam, zuvor Migräne und Gelenkschmerzen.

dennoch nahm ich ihre Hand als sie einschlief...

Heute suchte ich nach einer Antwort auf ihr Verhalten, welches ich nunmehr schon ein gutes 3/4 Jahr hinnehme. Dabei bin ich auf Alexithymie gestoßen und stellte fest, dass ihre Verhaltensweisen in hohem Maße dafür sprechen.

Da ich sie nicht verlieren möchte, ich nicht aufgeben möchte, nur weil sie Ihre Gefühle nicht äußern, bzw. zeigen kann, bitte ich hier in diesem Forum um Hilfe.

Vielleicht ist ja da die/der eine oder andere, die/der selbst Alexi ist und mir dabei helfen kann sie besser zu verstehen, nicht falsch zu reagieren, damit besser umgehen zu können. Mir liegt viel an ihr und unserer Beziehung und ich möchte nicht durch eine falsche Verhaltensweise meiner seits diese aufs spiel setzen.

Ich denke, wenn man einen Menschen sehr mag, lieb hat und auch seine guten Seiten kennen gelernt hat, dann ist es egal ob sie in ihrer Alexithymie Welt lebt. Entscheidend ist vielmehr sie zu verstehen und so zu nehmen wie sie ist.

Vielleicht kann mir jemand von euch dabei behilflich sein besser zu verstehen... lG LaPe




Antwort
26.11.2017 von Anonym02

Hallo,

welche Fragen sind das?

Grüße


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